Bewegtes Jahr mit intensiver Kurstätigkeit

Auf Samstag, den 17. November 2012, hatte der Urner Fischereiverein zur GV eingeladen. 113 Fischerinnen und Fischer nahmen die Gelegenheit wahr, sich über Vergangenes und Zukünftiges orientieren zu lassen.

Auch dieses Jahr fanden wieder eine stattliche Anzahl Fischerinnen und Fischer den Weg ins Hotel Höfli in Altdorf. Der Urner Fischerverein kann jedes Jahr mit einer sehr guten Beteiligung an der GV rechnen. Da keine Vorstandsmitglieder den Austritt bekanntgegeben hatten und die Kasse auf gutem Fundament steht, verlief die Versammlung ohne hohe Wellen. Der Präsident, Markus Gisler, konnte in seinem Jahresbericht, welcher in Form einer Diaschau präsentiert wurde, auf einige Höhepunkte im letzten Vereinsjahr hinweisen. Der Urner Fischereiverein bemühte sich auch im vergangenen Jahr, verschiedene Kurse anzubieten. Ohne die Hilfe zahlreicher Freiwilliger wäre dies aber gar nicht möglich gewesen. Ihnen gebührt an dieser Stelle ein spezieller Dank. Es wurden ein Jungfischerkurs mit einem Theorietag in Silenen und einem Praxistag am Arnisee, drei Abendkurse für die Erlangung des Sachkundenachweises und ein zweitägiger Fliegenfischerkurs durchgeführt. Als Neuheit wurde im Oktober ein Räucherkurs ausgeschrieben, der ein sehr gutes Echo fand.
Unter dem Traktandum Ehrungen durften Barbara Bär als Vorsteherin der Gesundheits- und Umweltdirektion, Edi Schilter als neuer Fischereiverwalter und Stefan Baumann als stellvertretender Fischereiinspektor ein kleines Willkommensgeschenk in Empfang nehmen. Benno Bühlmann, der scheidende Fischereiverwalter, wurde mit einem Präsent und dem besten Dank für die in den vergangenen 25 Jahren geleistete, grosse Arbeit zugunsten der Umwelt und der Fischerei verabschiedet. Wer seit vielen Jahren immer im Herbst eine bis zwei Wochen Ferien bezieht, nicht etwa um auszuspannen, sondern um beim Besatz in den Fliessgewässern Frondienst zu leisten, hat sicher die Ehrenmitgliedschaft im UFV verdient. Markus Gisler konnte Martin und Hansruedi Eller zur Ehrenmitgliedschaft gratulieren und ihnen je einen Holzteller mit Fischsujet überreichen.

Es ist noch vieles mit den Urner Gewässern geplant
Benno Bühlmann orientierte über den Stand der Restwassersanierungen, die Revitalisierungsplanungen, über die Problematik der Gewässerräume, sowie über das Schutz und Nutzungskonzept erneuerbarer Energien (SNEE) im Kanton Uri. Zur Restwassersanierung konnte er erfreuliches berichten. Von 21 zu sanierenden Restwasserstrecken sind sage und schreibe 20 bereits umgesetzt und das Restwasser fliesst. Zu Schluss gab er einen interessanten Einblick in die Fangquoten des letzten Jahres.
Markus Gisler orientierte die Versammlung über verschiedene laufende Aktivitäten des Vereins. So wurde beim Gemeinderat Bürglen Einsprache gegen die geplante Nutzungsplanrevision erhoben. Die IG Pro Fisch Uri wurde vorgestellt. Das ist eine Gruppe von Fischern, die sich vermehrt für die Fischerei im Kanton Uri einsetzen, den Vorstand und den Verein aktiv unterstützen möchte. Ein weiteres Thema war die am Wochenende vom 23. - 25. November 2012 stattfindende Kleintier-Ausstellung in Erstfeld. An diesem Anlass nimmt der UFV als Gast teil. Als Highlight kann eine grosse Anzahl Fischpräparate in Lebensgrösse bewundert werden.
Der Präsident des schweizerischen Fischereiverbandes SFV, Roland Seiler, überbrachte die Grüsse des Dachverbandes der Schweizer Fischer. Er lobte die Vorreiterrolle des Kantons Uri in Sachen Restwassersanierungen. Es ist eine traurige Tatsache, dass bis Ende 2011 von 800 zu sanierenden Fassungen lediglich deren 300 als erledigt bezeichnet werden können. Die Frist zur Umsetzung läuft Ende 2012 ab, somit ist also das Ziel bei weitem verfehlt. Er bedankte sich beim UFV für die geleistete Arbeit, und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft im gleichen Rahmen weitergemacht werden könne.
Barbara Bär zeigte sich in ihrem Schlusswort beeindruckt vom Einblick in die Arbeit der Fischereiverwaltung und des UFV, den sie anlässlich ihres Besuches am Hauptbesatztag in Silenen gewinnen konnte. Sie bedankte sich beim UFV, dem Vorstand und allen Helfern für die geleistete Arbeit. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Urner Fischereiverein kann der Kanton Uri eine gut funktionierende und vielseitige Fischerei anbieten. Auch Nachwuchssorgen brauche man sich bei dem breiten Ausbildungsangebot kaum machen müssen. Damit konnte man getrost zum Fischessen übergehen.


zum starten der Diaschau, bitte auf's Bild klicken

  • GV_2012_02
(Copyright Fotos: Kari Brunner)