kabru. An zwei Kursabenden, am 21. November und 12. Dezember liessen sich über 20 Teilnehmer in der Kunst des Fliegen- und Hegenenbindens aus- oder weiterbilden.

22 Personen waren es, die sich für den Kurs angemeldet hatten. Vom Jungfischer über den ambitionierten Fliegenfischer bis hin zum Seefischer fand sich für alle Teilnehmer eine entsprechende Gruppe, in der man etwas Neues lernen oder eben das bereits gelernte vertiefen konnte. Unter der Leitung erfahrener Fliegenbinder-Instruktoren wurde in einer Fortgeschrittenengruppe und in einer Anfängergruppe das Binden verschiedener Fliegenmuster geübt. Besondere Beachtung schenkte man dabei dem Aspekt der Brauchbarkeit und der Einfachheit der Muster. Die Teilnehmer sollten lernen, fängige Muster zu binden, welche Insekten imitieren die in unserer Gegend vorkommen. Die Palette reichte von der sinkenden, beschwerten Nymphe für den Frühling, über die Aufsteiger-Fliege bis zur Rehhaar-Fliege für wildes Wasser.

Erstmals Hegenenbinden für Seefischer
Während der reine Fliegenbinderkurs schon seit einigen Jahren durchgeführt wird, gab es kein vergleichbares Angebot für die Seefischer. An der Generalversammlung des UFV beschlossen ein paar Vorstandsmitglieder spontan, den Kurs auch für die Seefischer anzubieten. In dieser Gruppe wurden im Lauf des Kurses Felchen- und Eglihegenen aus den verschiedensten Materialien hergestellt. Zum Hegenbinden können fast alle Materialien verwendet werden, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Hier spielt nicht die Leichtigkeit und die Kontur der Fliege die Hauptrolle, obwohl dies natürlich auch bei den Hegenen nicht vernachlässigt werden darf. Erklärtes Ziel ist es, ein möglichst naturgetreues Bewegungsmuster des imitierten Futters zu erreichen und somit den Fisch zum Anbiss zu verlocken.
Man konnte allen Teilnehmern ansehen, wie viel Spass es ihnen machte, eigene Kreationen zu erfinden und mit den verschiedenen Formen und Farben zu experimentieren.
Und wenn dann diese selbst gebauten Fliegen und Hegenen den ersten Fisch bringen, ist die Freude sicher nochmal doppelt so gross. Die Kursleiter und der UFV wünschen allen Petri Heil, oder tight lines, wie es bei den Fliegenfischern heisst. -- Und auf ein Wiedersehen beim nächsten Kurs im 2009.

Künstliche Fliegen und Nymphen, welche beim Fliegenfischen verwendet werden, imitieren in den meisten Fällen ein natürliches Lebewesen, hauptsächlich ein Insekt. Eine Nymphe ist eine Larve, die vom Gewässergrund zur Wasseroberfläche aufsteigt, um dort aus ihrer Hülle zu schlüpfen und sich in ein fliegendes Insekt zu verwandeln.
Die Fliege hingegen, der Name sagt es bereits, ist das fliegende Insekt, welches auf die Wasseroberfläche (zurück)kommt, um Eier abzulegen oder nach der Eiablage dort zu sterben.
Bei den Hegenen unterscheiden wir zwischen der Felchen- und der Egli-Hegene. Beide Arten werden hauptsächlich im See verwendet.
Das Hauptfutter der Felchen ist Plankton, kleine tierische Lebewesen, die im freien Wasser leben. Auch Insektenlarven zählt man grob zum Plankton. Während die Felchen-Hegene also Insektenlarven imitiert, versucht man mit der Egli-Hegene, einen kleinen Schwarm Futterfische vorzugaukeln. Dies, weil das Egli ein Raubfisch ist und seine Hauptnahrung aus kleineren Fischen besteht.

Nachfolgend ein paar Schnappschüsse, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und korrekte Chronologie.
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(Copyright Fotos: Kari Brunner)