Liebe Fischerkolleginnen und Fischerkollegen

Die 161'836 beglaubigten Unterschriften stehen immer noch im Raum und müssen noch von Parlament und Volk verarbeitet werden. Das ist ein grosser Erfolg und zeigt einmal mehr den Wunsch und den Willen, unseren Bächen genügend Wasser zum Leben zu lassen. Vielen Menschen hierzulande ist es wirklich ernst mit dem Gewässerschutz. Für die weitere Arbeit ist unter dem Namen „Ja zu lebendigem Wasser“ ein parteipolitisch unabhängiger und gemeinnütziger Verein gegründet worden. Ihm gehören neben dem SFV die Pro Natura und der WWF an. Die Signale hat auch der Regierungsrat erkannt und hat am 5 Dezember 2006 den Restwassersanierungsbericht verabschiedet und veröffentlicht. Der Regierungsrat hat das Amt für Umweltschutz beauftragt, die gesetzlich vorgeschriebenen Sanierungen der Wasserentnahmen bis 2012 umzusetzen. Die Sanierungen haben werkspezifisch und in enger Zusammenarbeit mit den Kraftwerkbetreibern zu erfolgen. Nach dem vorliegenden Sanierungsbericht müssen im Kanton Uri von den insgesamt 84 erfassten Wasserfassungen 19 Wasserfassungen saniert werden. Bei den meisten Wasserfassungen wird die Sanierung über die Abgabe einer minimalen Restwassermenge erfolgen. Dies bedeutet, dass künftig unterhalb der Wasserfassung ständig eine gewisse Wassermenge abfliessen wird. Der UFV ist daraufhin mit den Umweltverbänden zusammen schon zweimal vom AFU eingeladen worden und wurde offen orientiert. Diese Entwicklung macht mich zuversichtlich, gerade im Hinblick auf die neuen geplanten Wasserkraftwerke. Für uns ist es wichtig, dass die Federführung beim AFU ist und nicht beim Amt für Energie, so werden dort die Umweltanliegen doch anders gewichtet. Den Antrag der Kiter zur Erweiterung der Kitezone auf dem Urner See hat der Vorstand im Vernehmlassungsverfahren negativ beurteilt. Am Seefischerhock wurde heftig argumentiert, dass einige Kiter bereits heute schon die vorhandene Zone nicht einhalten. Nun beantragen sie an der Isleten auch noch einen Startplatz und die Zone soll fast auf den ganzen Urnersee ausgeweitet werden. Sie gelten auch als unberechenbare Seebenützer welche im Gegensatz zu uns Fischern auch keine Lizenzen lösen müssen. Betreff Sachkundenachweis (Fischerprüfung) und welche Möglichkeiten die Kantone haben, wird uns Ruedi Hauser an der GV näher informieren. Ruedi Hauser ist als Vertreter des SFV in der vom BAFU einberufenen Arbeitsgruppe „Vollzugshilfe Sachkunde-Nachweis“ von Anfang an dabei gewesen und ist jetzt in der Schlussphase sehr gut informiert. Überdies wurde Ruedi Hauser an der DV des SFV in diesem Jahr zum Ehrenmitglied ernannt. Ruedi hat nach 11 Jahren in der Geschäftsleitung des SFV seine Demission eingereicht. Durch seine Errichtung und Betreuung eines Shops hat er dem SFV über Fr. 150'000 in die Kasse gespült. Ruedi hat auch das Ressort Aus- und Weiterbildung betreut, war ab 2005 für die Messen und Ausstellungen verantwortlich und hat sich mit der Vernehmlassung des SFV mit der neuen Tierschutzverordnung einige Annerkennungen geholt. Mit ihm zusammen ist auch Tobias Winzeler als Geschäftsführer des SFV in den Ruhestand getreten. Durch diese zwei Rücktritte geht sehr viel fischereiliche und politische Fachkompetenz im SFV verloren.

Bewirtschaftung: In den Aufzuchtanlagen wurde auch dieses Jahr wieder maximale Arbeit geleistet, davon konnten sich die über 40 Helfer am Hauptbesatztag am 6. Oktober selber überzeugen. Überdies möchte ich mich bei diesen Helfern recht herzlich bedanken und falls andere auch noch Lust haben zum Mithelfen, kann man sich gerne bei mir melden. Für die Arbeiten in den Aufzuchtanlagen ist jeweils Hansruedi Zieri und Joe Senn verantwortlich und sie verdienen meiner Meinung nach einen speziellen Dank, denn dies ist ein 7-Tagejob und dies praktisch übers ganze Jahr. Wiederum wurde der Bergseebesatz Anfang Juli vorgenommen damit die Fischer über den Sommer bereits schon profitieren konnten. Die Besatzliste wird an der GV aufgelegt Betreff Hochwasser sind wir dieses Jahr glücklicherweise verschont geblieben. Für das nächste Jahr planen wir einen Fischerhock für Fliessgewässer und Bergseen ins Jahresprogramm aufzunehmen. Für die Seesportfischer haben wir einen solchen Hock schon seit Jahren und damit auch gute Erfahrungen gesammelt. Ich bin der Meinung dass an der GV neben den Traktanden und dem Rahmenprogramm der Meinungsaustausch zwischen Verwaltung, Vorstand und Mitglieder zu kurz kommt. Da kann es nicht schaden, dass an einem lockeren Fischerhock frisch von der Leber über die Fischerei im Kanton Uri philosophiert wird.

Anlässe: Dieses Jahr haben wir den Filetierkurs, Fliegenfischerkurs und den Neu- und Jungfischerkurs durchgeführt. Im Fliegenfischerkurs haben 34 TeilnehmerInnen ihre Wurftechnik optimiert und auch das obligate Fischerlatein kam nicht zu kurz. Als Instruktoren haben wir Werni Glanzmann, Peter Fischer und Urs Müller gewinnen können. Ihnen gebührt ein herzliches Dankeschön. Die alljährlich hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass das Interesse am Fliegenfischen ungebrochen ist. Der Fliegenbindekurs konnte dieses Jahr auch wieder durchgeführt werden. Übrigens findet der nächste Fliegenbindekurs am 30. November und am 7. Dezember statt. Anmelden kann man sich an der GV oder beim Präsidenten. Am Neu- und Jungfischerkurs haben dieses Jahr sage und schreibe 64 Personen teilgenommen. Wir waren in der vereinseigenen Anlage in Silenen, die sich für diesen Anlass ausgezeichnet eignet. Jeder Teilnehmer hatte wiederum die Gelegenheit einen Fisch zu fangen. Somit konnte man die waidgerechte Fischerei in der Praxis sehr gut erläutern. Die Form des Neu- und Jungfischerkurses fand wiederum ein sehr gutes Echo. Mit den interessierten Neu- und Jungfischern waren wir am Praxistag am 2. Juni erstmals am Arnisee. Dadurch dass wir unter uns waren, konnten wir den Tag übersichtlich gestalten und die Teilnehmer hatten auch regen Erfolg. Die gefangenen Fische wurden gleich auf dem Arni filetiert, frittiert und von den Teilnehmern verwertet. So hatten die Fische reissenden Absatz. An dieser Stelle danke ich dem EWA für die Benutzung des Arnisees und die offerierte Gratisbahnfahrt der Teilnehmer. Dies Werten wir als eine grosszügige Geste zu Gunsten der Jugend. Am Pelzfellmarkt des Urner Jägervereins hat sich der Urner Fischereiverein an einer breiten Bevölkerung mit einer guten Präsentation zeigen können. Im weitern habe ich an diversen GV’s der befreundeten Verbände in der Innerschweiz teilgenommen.

Dank: Zum Schluss bleibt mir der Dank an alle, die mit Rat und Tat dazu beigetragen haben, dass wir wieder ein erfolgreiches Vereinsjahr abschliessen können. Allen voran dem Vorstand. Der Dank geht auch an die Fischereiverwaltung, Fischereiinspektor Hansruedi Zieri und Anlagewart Joe Senn, die sich das ganze Jahr für die Fischerei einsetzen und welche für unsere Anliegen immer ein offenes Ohr haben. Herzlichen Dank aber auch allen ungenannten Helfern und Fronarbeitern, welche die tägliche Kleinarbeit an Gewässern, in den Anlagen und bei der Bewirtschaftung leisten. Nicht zuletzt danken möchte ich auch den Instruktoren der Kurse, sei es der Fliegenfischerkurs, Fliegenbindekurs oder Neu- & Jungfischerkurs. Wir brauchen aber auch die Mitglieder, denen es nicht möglich ist, praktisch für die Fischerei tätig zu sein, die aber treu jedes Jahr ihren Mitgliederbeitrag einzahlen. An dieser GV werden wir das Protokoll von der letzten GV wiederum nicht mehr vorlesen, es kann aber über unsere Homepage heruntergeladen werden oder über mich telefonisch bestellt werden 041/ 885 01 31. Wir danken für euer Verständnis.

Gurtnellen 25. Oktober 2006                                                                                                                                    Roger Schillig, Präsident

Zusammensetzung Vorstand 2007

Roger Schillig, Gurtnellen, Präsident
Thomas Dossenbach, Erstfeld, Vizepräsident
Urs Mettler, Schattdorf, Kassier
Kari Brunner, Altdorf, Aktuar
Walti Fedier, Bürglen, Beisitzer
Beppo Lussmann, Altdorf, Beisitzer
Markus Walker, Schattdorf, Beisitzer
Hansruedi Zieri, Altdorf Fischerei-Inspektor