102. Generalversammlung des Urner Fischereivereins

Urner Fischerzunft tagte
Die Generalversammlung vom 16. November in Amsteg verlief ohne hohe Wellen. Das Haupttraktandum waren die Wahlen.

Roger Schillig wiedergewählt
Die ausserordentlichen Regenfälle, welche der Samstag mit sich brachte, hatten wohl dazu beigetragen, dass zur 102. Generalversammlung nur 68 Personen erschienen. Unter dem Präsidium von Roger Schillig wurden die Traktanden zügig abgehandelt. Für den zurücktretenden Karl Imholz wurde neu Willy Honegger in den Vorstand delegiert. Durch seine langjährige Mitarbeit beim UFV kennt er die Materie sehr gut und darf daher als echte Verstärkung angesehen werden. Thomas Dossenbach wurde neu als Vizepräsident gewählt. Roger Schillig, Präsident, Kari Brunner, Aktuar, Walti Fedier, Beisitzer und Hansruedi Zieri, Revisor, stellten sich für eine weiter Amtsperiode zur Verfügung. Sie wurden mit Applaus in ihren Chargen bestätigt.



Der Vostand des Urner Fischereivereins 2003


Änderungen im Fischereireglement - kein Diskussionsthema
Die Änderungen im Fischereireglement; das Mindestmass und die Tagesfangbeschränkung für Seesaiblinge in den Bergseen, respektive das Schleikverbot bei den neuen Neptuninseln, (es gelten die gleichen Vorschriften wie bei der Vogelinsel), gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Für die nächste Fischereikommissionssitzung ist das Köderfischverbot im Urnersee traktandiert. Der Präsident erläuterte die Situation kurz und wies darauf hin, dass die Urner Fischer bereits an der ausserordentlichen GV im Jahr 1999 für ein Köderfischverbot gestimmt hatten. Aus tierschützerischen Gründen ist dieser weitsichtige Entscheid der Urner Fischer sehr zu begrüssen. Leider wird dieses Thema in verschiedenen anderen Kantonen nicht allzu ernst genommen.

Vielfältige Tätigkeit
Im vergangenen Jahr konnte das angestrebte Ziel, eine Viertelmillion selbstgezüchteter Bachforellen, dank dem unermüdlichen Einsatz vieler, Helfer mehr als erreicht werden. Der Präsident Roger Schillig bedankte sich bei allen Beteiligten, und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Bachforellenbewirtschaftung auch in den kommenden Jahren in ähnlichem Rahmen und mit gleichem Einsatz seitens des Vereins durchgeführt werden kann. Auf Intervention des Vorstandes wird der UFV in Zukunft zum Thema Nationalpark in Arbeitsgruppen und Workshops miteinbezogen werden.

Schlusswort von Regierungsrat Markus Stadler
Unter dem Traktandum "Verschiedenes" überbrachte Geschäftsleitungsmitglied Ruedi Hauser die Grüsse des Schweizerischen Fischereiverbandes. Er erläuterte in kurzen Worten die Arbeiten, welche im Dachverband der Schweizer Fischer anstehen und erwähnte auch, dass die Problematik Tierschutz bei der Fischerei nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sei.
Regierungsrat Markus Stadler lobte die konstruktive und gute Zusammenarbeit zwischen der Kantonalen Fischereiverwaltung und dem Urner Fischereiverein. Er benutzte nochmals die Gelegenheit, das neue Umweltschutzgesetz, welches demnächst zur Abstimmung gelangt, den Fischern näher zu bringen. Besonders betonte er, dass gerade die Fischer grosses Interesse an gesunden Gewässern und einer intakten Natur haben müssten, damit auch die nächsten Generationen noch in der Lage sind, Fische zu fangen.