Fischerei - Grundkurs des Urner Fischereivereins war ein Hit

K.B. Am Fischerei - Grundkurs des Urner Fischereivereins in der Fischzuchtanlage in Silenen konnten sich die angehenden Petri - Jünger das Rüstzeug für eine erfolgreiche Fischereisaison holen.

2 Erwachsene und 23 Jugendliche im Alter zwischen 9 und 14 Jahren nahmen die Möglichkeit wahr, beim Urner Fischereiverein eine fundierte Einführung in die waidgerechte Fischerei zu absolvieren. Der Kurs wurde dieses Jahr zum ersten Mal in neuer Form durchgeführt. Das Schwergewicht legten die Organisatoren bewusst auf die praktische Arbeit. Die zukünftigen Fischer erwartete ein gedrängtes Programm in der Fischzuchtanlage in Silenen.

Fischen hat nur im weitesten Sinne etwas mit "Würmlibaden" zu tun. Wer die Sportfischerei seriös ausüben will, kommt heute nicht mehr darum herum, sich mit den verschiedensten Themen rund um die Fischerei auseinanderzusetzen. Angefangen mit den Geräten, über die Gewässerkunde bis zur Fischer-Ethik sind es einige Themen, über welche ein seriöser Fischer Bescheid wissen muss. Alle diese Themen wurden denn auch an diesem Ausbildungstag ausgiebig behandelt.

 
 
Der Kurs-Stoff wurde an verschiedenen Posten vermittelt:
Für die Material- und Gerätekunde, sowie Angelmethoden, Köder und Knoten war das bewährte Team Walti Fedier / Hugo Loth verantwortlich. Sie demonstrierten die ganze Palette der Fischereimethoden, angefangen mit der Tippfischerei, bis zum Fliegenfischen. Die Knotenkunde lehrte manchen der Teilnehmer das Staunen - was es doch für komplizierte Knoten gibt - man bräuchte oftmals mehr als zwei Hände, um all die widerspenstigen Fäden zu bändigen und zu einem vernünftigen und vor allem haltbaren Knoten zu formen.

     Vorschriften und Papierkram auch bei der Fischerei nötig     

Den Posten Fischkunde betreute der Kantonale Fischerei-Inspektor Hansruedi Zieri. Er erklärte den interessierten Zuhörern das "Innenleben" der Fische. An einer sezierten Forelle lernten die Teilnehmer den Sitz der Fischorgane kennen. Ein weiterer Punkt auf dem Programm waren die Fischereivorschriften, unter anderem wurde gezeigt, wie die Fischfangstatistik richtig ausgefüllt werden muss. 

An einem weiteren Posten konnten erste Versuche in der Wurftechnik mit verschiedenen Ruten und Wurfgewichten gemacht werden. Manche mussten hier die Feststellung machen: - es ist gar nicht so einfach, wie es oftmals aussieht, auf Distanz einen ganz bestimmten Punkt anzuwerfen, - und auch noch zu treffen! Die Fischer-Ethik, die verschiedenen Gewässertypen und die entsprechenden Lebensräume der einheimischen Fische wurden vom Vereinspräsidenten Roger Schillig vorgestellt.

Der Posten, welcher den Teilnehmern offensichtlich am meisten Spass machte, war das "richtige" Fischen. Ein Aufzuchtgraben war im voraus mit fangfähigen Regenbogenforellen besetzt worden. Hier konnten die Kursteilnehmer unter Anleitung von Thomas Dossenbach und Kari Brunner lernen, die verschiedenen Köder richtig zu montieren. Auch die Erfahrung, dass Fische scheue Geschöpfe sind, musste gemacht werden. Wer dort fischt, wo er die Fische sieht, kann davon ausgehen, dass auch er von diesen gesehen wird - und darum keiner anbeisst. So wurden denn die meisten Fische nur dort gefangen, wo sie Versteckplätze zur Verfügung hatten.


 F i i i s c h !!!! 

Ein weiterer Teil der Instruktion war die Besichtigung der Aufzuchtanlage in Silenen. Unter Leitung des Anstaltwartes, Joe Senn konnte ein Rundgang durch die Anlage gemacht werden. Die grosse Arbeit, welche nötig ist, den Fischbestand in unseren Gewässern auf einem guten Stand zu halten, versetzte manchen der angehenden Fischer in Erstaunen.


 Das Wasser ist voller Leben     

Zum Abschluss des Kurses gab Hansruedi Zieri noch eine praktische Lektion Gewässerkunde. Mit der Elektrofischerei-Ausrüstung zeigte er, was für Lebewesen in einem Gewässer vorkommen.

Am Ende durften die Teilnehmer ihren selbst gefangenen Fisch, fein säuberlich filetiert und pfannenfertig, in Empfang nehmen.