Am 28. April 2012 war es soweit. Das Felchenfischen mit  den Zürcher Jungfischern, sie kommen praktisch jeden Herbst als Gäste zum Trüschenfischen auf den Bagger, konnte steigen. Ein Grüppchen Urner Jungfischer mitsamt Betreuern machte sich am frühen morgen auf den Weg nach Bäch am Zürichsee. Dort trafen wir uns mit den Zürcher Jungfischern. Zusammen ging es mit dem Nauen auf den See zum gegenüberliegenden Ufer. Der älteste Urner, der Föhn, machte sich sogar auf dem Zürichsdee bemerkbar. Nach Aussage von erfahrenen Seefischern aus der Zürcher Gruppe sollte der Wind auf dem See gegen mitte Vormittag auf praktisch null zurückgehen. Weit gefehlt - der Wind wurde eher noch stärker, was ein feines Fischen mit der leichten Hegenenrute und wenig Beschwerung praktisch unmöglich machte. Nicht wegen des Windes, sondern weil der Nauen durch den Wind stark driftete. Dazu kam noch, dass die Windrichtung dauernd wechselte, was der Schiffscrew fast unlösbare Probleme bereitete. Es war ihnen nicht möglich, den grossen Nauen einigermassen konstant an einem Ort zu halten. Also beschloss man, auf die andere, ruhigere Seeseite zu wechseln. Aber wie es halt ab und zu so geht, der Wind kam mit uns mit. Es war zwar um einiges besser als vorher, aber immer noch herrschte starke Drift. So musste intensiv "gearbeitet" werden, um die Hegene dort platzieren zu  können, wo auch die Fische waren. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Rufe "Fisch, Feumer" zu hören waren. Nicht jeder gehakte Fisch konnte behändigt werden, entweder schlitzten sie schon vor dem Feumern aus, oder waren zu klein und wurden zurückgesetzt.
Der Fangerfolg wäre bei "regulären" Verhältnissen sicher besser gewesen, an den Fischen fehlte es nicht - die waren da. Aber dafür wurden wir mit schönem Wetter und vorsommerlichen Temperaturen verwöhnt.

Gegen Mittag fuhren wir dann zurück zum Startpunkt in Bäch. Bei unserer Ankunft im Hafen hatte der Grillmeister die Würste bereits schön braun gegrillt, wir konnten uns nur noch hinsetzen und geniessen.

Einen ganz herzlichen Dank an unsere Gastgeber, es war ein unvergesslicher Tag.


Nachfolgend ein paar Eindrücke des Tages.(Zum starten der Diashow auf das Bild klicken)

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(Copyright Fotos: Marcel Gartmann, SFVG / Kari Brunner, UFV)