Grundkenntnisse des Fischens erlernt

Jungfischerkurs ¦ In der Fischzuchtanlage Silenen

66 angehende Fischerinnen und Fischer benutzen die Gelegenheit, die benötigten fischereilichen Fertigkeiten zu erlernen oder vertiefen.

Bei frischen Temperaturen, aber glücklicherweise ohne Regen, wurde der Kurs am 6. April in der Fischzuchtanlage des Urner Fischereivereins (UFV) in Silenen durchgeführt. Nach der Begrüssung durch den Vereinspräsidenten, Markus Gisler, wurden die Kursteilnehmer/innen in vier Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte pro Posten eine Stunde Zeit zur Verfügung, um sich unter Anleitung der Instruktoren mit den verschiedenen Themen auseinanderzusetzen.

Umfangreiche Ausbildung
Am Posten Material- und Gerätekunde wurden die gebräuchlichsten Angel-Methoden und -Geräte, sowie die gebräuchlichsten Köder vorgestellt. Die zum Teil kniffligen Fischerknoten, wurden in der Theorie, aber auch in der Praxis ausgiebig demonstriert und geübt. Beim Fischen sind diverse gesetzliche Vorschriften zu beachten. Diese wurden anhand von Beispielen praxisnah erläutert und besprochen. Weitere Themen dieses Postens waren das korrekte ausfüllen der Fischfangstatistik, die Anatomie der Fische, sowie die Vorsichtsmassnahmen und das Verhalten am Wasser. Die Zusammensetzung der Nahrungskette wurde den Teilnehmenden mit Hilfe des Elektrofanggeräts, des Planktonnetzes sowie einer umfangreichen Sammlung von präparierten Fischnährtieren sehr naturgetreu aufgezeigt. Dass die verschiedenen Fischarten spezifische Lebensräume besiedeln, war das Thema an einem weiteren Posten. Ein Lehrfilm vertiefte das Wissen der angehenden Fischer über die Ethik der Fischerei und den tierschutzgerechte Umgang mit der Kreatur Fisch. Ihre frisch erworbenen Kenntnisse in die Praxis umsetzen konnten die Kursteilnehmer dann beim Fischen in einem der Aufzuchtgräben in der Anlage Silenen und dem Fangen „ihres“ Fisches mit der Angelrute.

Einblick in die Arbeit der Fischereiverwaltung
Der Rundgang durch die Anlage Silenen vermittelte den Kursteilnehmern einen tieferen Einblick in die Arbeit der Fischereiverwaltung und des Urner Fischereiverein zugunsten der Fischerei im Kanton Uri. In den Aufzuchtbecken befinden sich zurzeit mehrere hunderttausend junge Forellen. Damit sie bis im Herbst auf eine Grösse heranwachsen, die es ihnen ermöglicht, in der freien Natur bestmöglich zu überleben, brauchen diese tägliche Pflege und Fütterung. Eine gute Beobachtung der Jungfische ist dabei sehr wichtig. Die Fischchen reagieren in diesem Alter sehr empfindlich auf Veränderungen.
Auch das leibliche Wohl der Teilnehmer war bei den Organisatoren des Kurses nicht vergessen gegangen. In der Pause konnten sich alle mit Suppe, Wurst und Brot verpflegen. Zum Dessert gab es etwas, was vor allem bei der jüngeren Generation reissenden Absatz fand, nämlich Gummibärchen und anderes "Schlutziziigs".

Ohne Sachkundenachweis - Kein Fischerpatent
Zum Abschluss des Kurstages war dann die Prüfung an der Reihe, denn seit Herbst 2008 kann ohne Sachkunde-Nachweis kein Fischerpatent mehr gelöst werden, welches länger als einen Tag gültig ist. Um den Sachkunde-Nachweis Fischerei zu erlangen, musste hier jeder Teilnehmer 20 von 25 Fragen richtig beantworten. Jene, die sich entschlossen hatten, die Prüfung für den Sachkunde-Nachweis auf Stufe Fischerbrevet zu machen, hatten gar 55 von 70 Fragen richtig zu beantworten. Der Praxistag, der auch zum Neu- und Jungfischerkurses gehört, kann dank dem Entgegenkommen des EWA am 26. Mai 2013 wieder auf dem Arni durchgeführt werden.


Nachfolgend ein paar Schnappschüsse, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und korrekte Chronologie.
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(Copyright Fotos: Kari Brunner)